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„Unseren Atem kontrollieren zu können bedeutet, unseren Körper und Geist kontrollieren zu können” -Thich Nhat Hanh.

Wusstest Du, dass wir zwischen 5,000 und 30,000 Atemzüge pro Tag nehmen? Unsere Atmung läuft automatisch ab, so dass wir sie als selbstverständlich wahrnehmen – dabei geht von ihr eine ganz besondere Kraft aus. Unser Atem hält uns, ganz wörtlich, am Leben.

Das National Heart, Lung, and Blood Institute in den USA geht davon aus, dass das Atemwegszentrum am Rand unseres Gehirns sitzt und unsere Atmung kontrolliert. „Das Zentrum sendet ständig Signale durch die Wirbelsäule und zu den Muskeln, die für die Atmung verantwortlich sind.” Das Atemwegszentrum arbeitet mit Sensoren im Gehirn, in den Blutgefäßen, den Muskeln und den Lungen zusammen, damit der Atem sich den aktuellen Bedürfnissen, wie körperlicher Ertüchtigung oder emotionalem Stress, anpassen kann.

In vielen Traditionen (wie bspw. im Yoga) lernen wir allerdings, dass der Atem viel mehr ist als eine Reihe von Signalen und körperlichen Reaktionen. Er ist der Schlüssel zu Vitalität und Langlebigkeit und hilft uns, unser physisches und psychisches Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Das Spannende daran ist, dass die Atmung der einzige Teil unseres Nervensystems ist, den wir bewusst beeinflussen können (und das ist ziemlich außergewöhnlich).

Atemtechniken zu erlernen kann sehr ausgleichend, hilfreich und heilend sein. Wir haben drei Atemübungen für Dich zusammengestellt. Such Dir eine Technik aus, die zu Deiner aktuellen Verfassung passt.

  1. Du möchtest Stress abbauen?
    Übung: Rhythmische Bauchatmung 

So geht’s: Finde einen aufrechten Sitz mit gerader Wirbelsäule. Zähle bei der Einatmung langsam bis sieben. Halte den Atem an und zähle dabei bis eins. Bei der Ausatmung zählst Du wieder bis sieben. Übe diese Technik für 3-5 Minuten.

Wichtig: Dein Bauch und Dein Brustkorb sollen sich bei der Einatmung heben und bei der Ausatmung senken.

  1. Du brauchst mehr Balance und Ausgeglichenheit?
    Übung: Nadi Shodhana oder Wechselatmung

So geht’s: Finde einen aufrechten Sitz mit gerader Wirbelsäule.

1. Falte Zeige- und Mittelfinger Deiner rechten Hand nach unten in Richtung Handinnenfläche.

2. Verschließe das linke Nasenloch mit dem Ringfinger der rechten Hand.

3. Atme durch das rechte Nasenloch ein.

4. Verschließe das rechte Nasenloch mit dem Daumen der rechten Hand und atme durch das linke Nasenloch aus.

5. Lass das rechte Nasenloch verschlossen und atme durch das linke Nasenloch ein.

6. Verschließe das linke Nasenloch mit dem Ringfinger atme durch das rechte Nasenloch aus.

7. Wiederhole diese Technik (wechsle die Nasenlöcher immer am Ende der Einatmung).

Wichtig: Übe zu Beginn nicht mehr als 7 Runden dieser Atemtechnik. Eine Runde besteht aus einer Einatmung durch das rechte Nasenloch, Ausatmung links, Einatmung links, Ausatmung rechts.

  1. Du wünscht Dir mehr Klarheit und Energie?
    Übung: Drei-Teile-Atmung

So geht’s: Finde einen aufrechten Sitz mit gerader Wirbelsäule.

1. Du atmest in drei gleichmäßigen Teilen ein (atme ein Drittel des Weges ein, dann machst Du eine Pause. Atme zwei Drittel des Weges ein und mache anschließend wieder eine Pause.   Dann atmest Du den restlichen Weg bis hoch in den Brustkorb ein und machst eine Pause).
2. Atme langsam, lang und gleichmäßig aus.

Übe diese Technik für 3-5 Minuten.

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