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Das Heilmittel für alles ist Salzwasser – Schweiß, Tränen oder das Meer – Isak Dinesen.

Für manche leidenschaftliche Sportler ist es das höchste Ziel, das magische Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Natur zu finden. Das mag auf den ersten Blick unmöglich scheinen. Doch sich rein körperlichen Ritualen hinzugeben – die oft bis an die Grenzen gehen – kann zu einem ultimativen Gefühl von Frieden und Harmonie führen. Für Angela Peral ist Surfen ebenso berauschend wie spirituell – und ein wesentlicher Teil ihres Lebens.

Langstreckenläufer finden ihre Ruhe
in der Gleichmäßigkeit ihrer Schritte. Die Füße immer wieder auf den Boden, einatmen, ausatmen. Segler arbeiten im Einklang mit ihrer Umgebung, richten das Großsegel nach dem Wind und spüren die Bewegung des Boots, während es über das Wasser schnellt. Kletterer schulen ihre Achtsamkeit, während sie vorsichtig nach jedem Vorsprung und jedem Spalt tasten, um perfekten Halt zu finden und den Körper ein Stück weiter hochzuziehen. Und Surfern bieten die Momente, in denen sie auf eine Welle warten und ihr Brett und der Ozean ihre einzigen Begleiter sind, ebenso wie die rituelle Vorbereitung jede Menge Zeit für entspanntes Nachdenken. „Für mich ist Surfen weit mehr als nur ein Hobby – es ist eine Lebenseinstellung“, erklärt die Profisurferin Angela Peral. Die 30-jährige Spanierin steht seit ihrer Kindheit auf dem Brett. „Ich habe mit etwa sechs Jahren begonnen, auf dem Brett in den Wellen zu spielen. Aber ernsthaft an Wettkämpfen nehme ich erst seit Mitte zwanzig teil. Das Surfen ist ein Teil meines Lebens, meiner Persönlichkeit. Es bringt mich zum Lachen und beruhigt mich. Ich liebe den Kontakt mit dem Meer und dem Strand, und ich mag die Leute, die man im Wasser trifft.“.

The Blue Clam Angela Peres

Die Vorbereitung ist für Angela ein physisches Ritual von Körper, Geist und Board. „Bevor ich ins Wasser gehe, wachse ich mein Surfbrett. Ich nehme ein wenig Wachs und verteile es gleichmäßig auf dem Brett. Wenn es an einer Stelle zu dick aufge-tragen ist, kratze ich alles ab und beginne von vorn. Damit ich körperlich fit bleibe, versuche ich immer gesund zu essen und gut zu schlafen, um positive Energie zu tanken. Vor dem Surfen laufe ich oft erst eine Runde am Strand und dehne mich. Danach dusche ich und stretche mich ein zweites Mal. Bevor ich schließlich ins Meer gehe, halte ich kurz inne und beobachte es von der Küste aus, um den perfekten Fleck zu finden – mit den besten Wellen und den wenigsten Menschen. In diesem Moment der stillen Vorfreude bin ich immer auf-geregt, weil ich es kaum erwarten kann, endlich im Wasser zu sein!“

Während sie auf ihrem Surfbrett im Ozean liegt, erlebt Angela verschiedene Arten der Einkehr und des Nachsinnens. „Beim Warten denke ich oft über andere Dinge als das Surfen nach. Manchmal dreht sich aber auch alles nur um die nächste Welle. Dann überlege ich, was ich tun und wie ich reagieren soll, um mich als Surferin immer weiter zu verbessern”, beschreibt sie das Gefühl. „Ab und zu rede ich auch mit den Leuten in meiner Nähe. Aber meistens genieße ich die Stille.

Es gibt nicht vieles im Leben, das besser ist als sich im Sommer in die warmen Wellen zu stürzen. Am allerschönsten ist es bei Sonnenuntergang. Der Anblick des sinkenden Feuerballs, der sich im Wasser spiegelt, gehört zu den wunderbarsten Dingen unseres Daseins. Wenn die Sonne nach einem wunderbaren Tag im Meer hinter dem Horizont verschwunden ist, denke ich sehr oft, was für ein Glück es ist, dass ich mich für diese Sportart entschie-den habe. Die Eindrücke und die Lebens-qualität lassen sich kaum überbieten.”

V3 The Blue Clam Angela Peres

Angela Perals Lieblings-Surfspots

„Eines meiner absoluten Lieblings-länder zum Surfen ist Indonesien“, schwärmt Angela. „Uluwatu auf Bali ist manchmal recht überfüllt, aber es gibt immer Wellengang. Für eine ganz andere Erfahrung empfehle ich Sultans auf den Malediven. Da man diesen Ort nur mit dem Boot erreicht, ist es ein isoliertes Surfer-Paradies, und die Wellen sind immer gut. Der Bells Beach in Victoria gehört zu den berühmtesten Surfstränden Australiens und ist ebenfalls ein erstklassiger Spot. Hier findet der weltweit älteste Surfwettbewerb statt, der Rip Curl Pro. Die Wellen dort sind enorm! In Europa verbringe ich fast jeden Sommer in Portugal. Das Land ist voller fantastischer Surfspots, beispielsweise Kings Rock im Norden von Porto. Dort gibt es erstklassige Breaks: der ideale Ort für erfahrene Surfer. Und natürlich liebe ich meine Heimat, wo die Leidenschaft begann – Tarifa in Spanien! Hier sind die Breaks perfekt und die Wellen fantas-tisch.“

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