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“Wenn ich Dich frage, was Du besitzen möchtest, dann frage ich eigentlich danach, wie Du Dein Leben leben möchtest.”

–Marie Kondo, The Life-changing Magic of Tidying Up

Die New York Times Bestseller Autorin Marie Kondo wird als die „bestorganisierteste Frau der Welt” gefeiert. Sie hat ein Imperium aufgebaut, indem sie Menschen auf der ganzen Welt zeigt, wie sie ihr Leben verändern können, indem sie den Krempel reduzieren, der ihr Leben belastet. In ihrem Buch Magic Cleaning stellt sie eine einzigartige Aufräum-Methode vor: Nimm einen Gegenstand in die Hand und frage Dich, ob er Dich glücklich macht. Lautet die Antwort „Nein“, dann wird der Gegenstand entsorgt.

Es wundert uns nicht, dass Kondo internationale Bekanntheit erlangt hat – schließlich leben wir in einer komplizierten Zeit und streben deshalb danach, unsere Umgebung möglichst übersichtlich zu halten. Wir sind überwältigt von den vielen Dingen, die wir besitzen – wir haben so viele Gegenstände angehäuft, dass wir uns an manche Dinge gar nicht mehr erinnern können, die wir irgendwo in der untersten Schublade verstaut haben. Dieser Überfluss ist zu einer universellen Angewohnheit geworden, so dass sich daraus eine ganze Industrie entwickelt hat, die uns dabei hilft, unser Wohnumfeld ordentlich zu halten und Dinge auszusortieren, die wir nicht mehr benötigen. Kondo und ihre Kollegen treten in Talkshows auf, geben Trainings und führen die Bestseller-Listen an, indem sie uns daran erinnern, dass ein aufgeräumtes Heim ein glückliches Heim ist.

An Dingen festzuhalten, die wir eigentlich nicht mehr brauchen ist ein Nebenprodukt von unserem Konsumverhalten. Wir konsumieren mehr als wir benötigen, besitzen deshalb unzählige Dinge und sind trotzdem nicht glücklicher. In unseren Schränken türmen sich Kleidungsstücke, die im letzten Jahrzehnt mal angesagt waren und vom Kalender von 2015 können wir uns auch nicht trennen. Die eigenen vier Wände auf den Kopf zu stellen und alten Krempel los zu werden hat mehr Vorteile, als nur das Leben unkomplizierter zu machen. Es kann sich auch auf das Leben Anderer auswirken.

Sich von Sachen zu trennen kann schwer fallen und zwar allein schon aus dem Grund, dass Du sie ja eventuell mal gebrauchen könntest, auch wenn Du den besagten Gegenstand ewig nicht benutzt hast. Vielleicht machst Du Dir auch Gedanken um die Umwelt und die stetig wachsenden Abfalldeponien. Natürlich gibt es Second Hand Läden – eventuell hast Du sogar schon Dinge aussortiert, die Du zum örtlichen Second Hand Laden bringen möchtest, sobald es die Zeit zulässt. Da Du nicht weißt, wer am Ende Deine Sachen bekommen wird, ist diese Vorstellung abstrakt und deshalb neigen wir dazu, solche Dinge zu vergessen und stattdessen nur mehr Gegenstände auf den „Second Hand-Haufen“ zu legen, anstatt diesen wirklich wegzubringen.

Es ist viel wirkungsvoller, Dinge persönlich wegzugeben. Den Stuhl aus dem Esszimmer, der nicht zum Rest der Einrichtung passt und deshalb in der Ecke langsam einstaubt könnte vielleicht eine Studentin gut als Ergänzung für ihren Schreibtisch gebrauchen. Oder der Lilafarbene, zu große Pullover, der Dir weder gut steht, noch Deinem Stil entspricht würde Deiner Nachbarin vielleicht viel besser passen. Der Haufen mit Zeitschriften, den Du in einer ruhigen Minute mal durchlesen möchtest, könnte einem Kunstlehrer helfen, der gerade Collagen mit seinen Schülern bastelt. Wenn Du an andere Menschen denkst während Du Deine Schränke aufräumst, fühlst Du Dich nicht nur erfüllt, da Du Dein Heim aufgeräumt hast, sondern auch, weil Du anderen geholfen hast.

Auf diese Art und Weise entrümpelst Du Deine Umgebung und machst Deine Seele froh.

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