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Schönheit liegt in der Nase des Betrachters. Laut Umfragen kannst Du das tatsächlich wörtlich nehmen. Was manch einer als angenehmen Duft wahrnimmt, kann auf eine andere Person abstoßend wirken. Kein Wunder, dass die Wissenschaft anfing, sich für die Psychologie von Düften zu interessieren. Das Geheimnis liegt in unserer Nase: Düfte regen unser Gehirn an, welches tausende verschiedene Gerüche unterscheiden kann.

Scentsation:

Zugegeben, dieses Wort haben wir uns ausgedacht, aber es beschreibt perfekt die Sensation, die ein bestimmter Duft in Dir hervorruft. Stell Dir folgende Situation vor: Ein Geruch kommt Dir in die Nase und plötzlich wirst Du unruhig, kannst aber nicht erklären, woran das liegt. Oder der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen steigt Dir in die Nase und weckt glückliche und wohlige Gefühle in Dir. Diese emotionalen Reaktionen treten häufig unbewusst auf und werden von Erinnerungen hervorgerufen, die mit speziellen Gerüchen verbunden sind.

Verrückt?

Nicht wirklich. Es kann passieren, dass Du an einem Parfum riechst und es Dich an Deinen furchtbaren Deutschlehrer erinnert. Oder nimm das Beispiel mit dem Apfelkuchen und den positiven Gedanken, die dieser Duft auslösen kann. Vielleicht erinnert Dich der Duft daran, was für eine warmherzige und lustige Frau Deine Großmutter war. Laut wissenschaftlichen Studien werden unsere Reaktionen auf Gerüche im Sitz der Emotionen gespeichert. Deshalb überrascht es nicht, dass manche Düfte starke Gefühle hervorrufen können – sowohl positive als auch negative.

Steigerung der Attraktivität

Interessanterweise können Düfte sogar beeinflussen, wie wir Menschen und Gegenstände wahrnehmen. Eine Studie hat gezeigt, dass durchschnittlich aussehende Menschen als attraktiv wahrgenommen werden, wenn ein angenehmer Duft in der Luft liegt.

Dasselbe gilt für Produkte. Zwei identische Shampoos wurden getestet. Nachdem der Duft bei einem der beiden verändert wurde, bekam es sehr positive Bewertungen im anschließenden Test. Angeblich schäumte es besser, machte das Haar glänzender und ließ sich leichter ausspülen. Dies zeigt sehr anschaulich, wie Düfte mit unserem Gehirn spielen.

Leider funktioniert das auch genau andersherum: Ein unangenehmer Geruch kann unsere Wahrnehmung negativ beeinflussen. All das ist sehr faszinierend und führt uns zu einem weitaus interessanteren Konzept…

Stimmungsänderung

Können bestimmte Düfte unsere Stimmung beeinflussen? Studien mit Placebos zeigen, dass sich unsere Stimmung sogar verändert, sobald von bestimmten Gerüchen nur geredet wird. Ein messbarer Unterschied tritt allerdings nur ein, wenn tatsächlich an einem solchen Duft gerochen wird. Die Antwort lautet demnach „Ja“, Düfte können tatsächlich die Laune verändern und Geschäfte machen sich dies zu nutze:

Düfte, die Dich zum Kaufen anregen? Besuche einen Laden, folge Deiner Nase und Du wirst herausfinden, ob auf die Psychologie der Düfte zurück gegriffen wird. Sogar manche Arbeitgeber setzen auf die Kraft der Düfte. Ein Unternehmen in Japan versprüht drei verschiedene Parfüms in seinen Büros: Belebende Zitrone am Morgen, Zeder um die Müdigkeit nach der Mittagspause zu vertreiben und blumige Essenzen, um die Konzentration am Nachmittag anzuregen.

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Natürliche Stimmungsaufheller

Hier eine Liste natürlicher Muntermacher.

Zitrone: Diese frische Frucht stimuliert unsere Produktivität und Aufmerksamkeit.
Vanille: Das warme, süße Aroma der Vanille sorgt für eine positive Stimmung. Medizinische Experimente haben gezeigt, dass Vanille-Essenzen Stress und Angstzustände verringern. Das hängt wahrscheinlich mit den beruhigenden Eigenschaften der Vanille zusammen. Allerdings haben nicht alle angenehmen Düfte einen positiven Effekt auf uns: Galaxolid ist ein synthetischer Moschusduft, der Menschen eher in ihrer Produktivität hemmt. Probanden benötigten doppelt so lange, um eine Aufgabe auszuführen.
Lavendel: Diese zarte Pflanze hat eine sehr beruhigende Wirkung und kann sogar den Herzschlag verlangsamen. Besonders vor dem Einschlafen sehr empfehlenswert.

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Jasmin: Auch Jasmin hilft dabei, schnell abzuschalten und einzuschlafen.
Minze: Das frischer Aroma der Minze belebt uns und macht uns produktiver.
Rosmarin: Der würzige Duft von Rosmarin wirkt sich positiv auf unser Gedächtnis aus.
Bergamotte: Dieser Pflanze werden reinigende und anti-bakterielle Eigenschaften zugeschrieben.

Nun weißt Du also, warum wir wunderbare Produkte mit einzigartigen Düften kreieren. Unser Geruchssinn kann uns unseren Tag versüßen oder ruinieren und unsere Wahrnehmung und Gefühle beeinflussen. Wenn es nach uns geht, dann solltest Du Deinem Heim mit Duftsticks und Duftkerzen ein herrliches Aroma verleihen, Dich mit verführerisch duftendem Duschschaum duschen und Parfum tragen, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Dadurch wird Dein Leben auf einfache Weise bereichert. www.rituals.com 

Eine Abschrift des „Smell Reports“ von Kate Fox vom Social Issue Research Center findest Du unter folgendem Link: The Smell Report

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