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 „Kultiviere Einsamkeit, um zu mehr Aufmerksamkeit zu gelangen” – R.H. Barton

Stille ist der neue Luxus

Wenn Du magst, kannst Du sogar noch ein Stück weiter gehen und Dich einem Schweige-Retreat in einem buddhistischen Kloster unterziehen. Du lässt Dein weltliches Leben, Dein Ego und Deine Bindungen für einige Zeit hinter Dir, um Dich auf die völlige Stille einzulassen. Immer mehr Menschen lassen sich auf diese Herausforderung ein, um dem hektischen, durchgeplanten Alltag zu entfliehen und die innere Stimme wiederzufinden. Wie oft nimmst Du Dir am Tag die Zeit, an Dich, Deine Wünsche und persönlichen Bedürfnisse zu denken?

Silence retreat

And you could take it a step further if you wish. Enter a silence retreat in a Buddhist monastery where you will temporarily give up on your worldly life, your attachments, ego and desires for the profound experience of absorbing complete silence. More and more people are willing to try this challenge. Possibly as a reaction to our lives being so over-scheduled and busy that we find it hard to connect with our inner voice. And that is often very true. Honestly, how often do you find or take the time these days to really think about you, your desires and your personal needs?

Gängige Praxis

In Asien ist es nicht ungewöhnlich, sich ein- oder sogar mehrmals im Leben hinter die Mauern eines buddhistischen Klosters zurück zu ziehen, um in Stille ein einfaches Leben zu leben. In Thailand ist es Tradition, dass Männer 3 Monate in einem Kloster leben und sich an den einfachen Lebensrhythmus und die Stille der Mönche anpassen. Durch das Leben im Kloster wird Dir ein Spiegel vorgehalten, der dabei hilft, die Antworten auf die wichtigen Fragen im Leben in einem selbst zu suchen. Diese spirituelle, jahrhundertealte Praxis spielt eine wichtige Rolle im Leben. Manche Menschen gehen für kürzere oder längere Aufenthalte ins Kloster, um zu lernen, ein besserer Mensch zu werden und ein tieferes Verständnis für den Sinn des Lebens zu erlangen. Dabei gibt es keine strikten Regeln, die befolgt werden müssen, da der Schweigeaufenthalt unabhängig von religiösen Überzeugungen durchgeführt werden kann. Die Reise, auf die Du Dich durch das Schweigen begibst, ist Deine eigene.

3 Silence of the Monks 15th May 2015

Libe im Augenblick

Ein Rückzug ins Kloster wird als eine Zeit psychologischer Transformationen beschrieben, während der Du z.B. durch lange Meditationen lernst, mit der Stille in Dir Deinen Frieden zu schließen. Die Kunst der Meditation zu beherrschen, bringt Dich Deinem wahren Kern näher. Buddhistische Mönche führen all ihre Tätigkeiten mit Bedacht und Achtsamkeit aus – dadurch finden sie täglich Ruhe und Frieden. Dabei ist es wichtig, sich nicht von der Vergangenheit beeinflussen zu lassen und auch keine Angst vor der Zukunft zu haben, sondern im Hier und Jetzt zu leben.

Spirituelle Reise

Das Leben im Kloster ist eine spirituelle Reise, die dabei hilft, die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln und herauszufinden, was im Leben wirklich zählt. Eine Methode, um dieser Frage näher zu kommen, ist die Meditation. Dadurch bringst Du mehr Klarheit, Verständnis und Fokus in Dein Leben und die Meditation lehrt Dich, Frieden und Glück in Dir selbst statt in materiellen Dingen zu suchen. Auch die Wissenschaft hat sich dem Phänomen des Schweigens angenommen und herausgefunden, dass unsere Wahrnehmung und Achtsamkeit gesteigert wird, wenn wir für einige Zeit nicht sprechen. Die Atmung wird bewusster und tiefer, Seh- und Hörfähigkeit wird gesteigert und sogar Gedanken, Intentionen und Gefühle werden stärker wahrgenommen. All dies spricht für ein Leben ohne all die materiellen Dinge, die gar nicht wirklich notwendig sind.

Aber das authentische Leben im Kloster ist nichts für schwache Nerven. Lass Dich von Bildern einsamer Bergkuppen im Himalaya mit meditierenden Mönchen im Lotussitz nicht verwirren: Das ist nur ein kleiner Teil des Klosterlebens. 90% bestehen hingegen aus harter Arbeit, ohne weltliche Annehmlichkeiten, stundenlangem, bewegungslosem Sitzen, dem Erledigen von Hausarbeiten und dem Entdecken Deines wahren Ichs. Es ist ein einfaches, bescheidenes Leben, das die Einsamkeit willkommen heißt. In dieser Stille sollst Du spirituelles Wachstum erfahren und der Freiheit ein Stück näher kommen.

Schau Dir den Erfahrungsbericht an, um herauszufinden, was es heißt, einen Tag als Mönch zu leben.

Aber welche mentalen Veränderungen kann Dir die Einsamkeit in einem abgeschiedenen Kloster tatsächlich bescheren?

Geschärftes Feingefühl

Die Stille aktiviert Bereiche im Gehirn, die Dich sensibler werden lassen und Dich Deiner Atmung, Gedanken und Emotionen näher bringen sowie Deinen Geruchs-, Seh- und Hörsinn schärfen.

Zuwachs an Produktivität
Es ist kein Geheimnis, das Produktivität in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt. Viele Menschen gehen deshalb stets an ihre Grenzen, ohne sich eine Auszeit zu nehme und riskieren dabei ihre Gesundheit. Allerdings ist es essentiell, dem Geist Ruhe zu gönnen, damit das Gehirn neue Energie tanken kann und dadurch viel effizienter und produktiver wird.

Verbessertes Gedächtnis
Ein Spaziergang durch die abgeschiedene Natur führt zu einem Wachstum in der Hippocampus-Region des Gehirns, was wiederum ein besseres Gedächtnis zur Folge hat. Die Natur regt das räumliche Erinnerungsvermögen an – genau wie früher, als Menschen noch Jäger und Sammler waren und es überlebenswichtig war, sich daran zu erinnern, wo Gefahren lauern könnten und wo Nahrung zu finden ist.

2 Silence of the Monks 15th May 2015
Gehirnwachstum
Das Gehirn ist ein sehr komplexes Organ, das Phasen der Entspannung braucht – genau wie ein Muskel. Studien der UCLA  haben gezeigt, dass Meditation – das Sitzen in der Stille – dabei hilft, Informationen besser zu verarbeiten. 10 Minuten Meditation pro Tag reichen bereits, um die grauen Zellen im Gehirn wachsen zu lassen – also im nächsten Stau einfach an eine friedliche Landschaft (z.B. Regenwald, fallende Schneeflocken, Strände) denken und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen.

Disziplin aufbauen
Zuerst wird Meditation wahrscheinlich eher abschreckend wirken, denn Du sollst dabei so still wie möglich sitzen. Dabei wird nach kurzer Zeit sicherlich irgendetwas anfangen zu jucken oder zu piksen. Durch Disziplin wirst Du lernen, diese Ablenkungen los zu lassen. Mehr noch: Durch diese Disziplin und Konzentration wirst Du zum Beobachter Deiner eigenen Gedanken. Es fühlt sich sehr gut an, nicht jedem ablenkenden Gedanken nachgeben zu müssen, sondern sich bewusst zu entscheiden, welche Gedanken Du in Deinem Kopf haben möchtest.

Glücklicher werden
Stille bringt unsere Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt und nur in diesem Augenblick ist konkretes Glück erfahrbar.

Selbst-Bewusstsein schaffen

Durch die Stille wird Raum für Selbst-Bewusstsein geschaffen, wodurch Du die Kontrolle über Deine Taten erlangst, anstatt Dich von diesen kontrollieren zu lassen. Die äußeren Einflüsse werden langsam verstummen, so dass Du Deine innere Stimme besser hören kannst. Diese innere Stimme bestimmt über Deine Taten, denn Selbst-Bewusstsein führt letztendlich zur Kontrolle über das eigene Tun und das eigene Leben.

Es gibt unzählige Vorteile von Meditation und dem Leben in Stille, aber ganz einfach ist die Integration dieser Techniken nicht, zumal wir in unseren westlichen Gesellschaften mit diesen uralten Praktiken so wenig in Berührung kommen und sie das genaue Gegenteil zu unserer hektischen Lebensweise darstellen. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass jeder von diesen Techniken profitieren kann. Vielleicht sollte Meditation bereits in Schulen unterrichtet werden, damit unsere Kinder schon in jungen Jahren mit der Stille und ihrer inneren Stimme in Kontakt kommen. Auf diesem Wege könnten sie bereits früh zu Frieden und Glück finden. Durch tägliche Meditation könnten wir die Welt zu einem besseren Ort machen.

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